Erweiterte Funktionen für die Überwachung virtueller Server von VMware
WhatsVirtual ist ein neues Plug-in für die Kernplattform WhatsUp Gold, die es Ihnen ermöglicht, Ihre virtuelle Serverumgebung von VMware genau auf dieselbe Weise und über dieselbe Konsole zu erkennen, abzubilden, zu überwachen und zu verwalten, wie Ihre Infrastruktur physischer Server. Folgende gehören zu den wichtigsten Funktionen:
WhatsVirtual - Grundlagen
- Das Plug-in ist vollständig in die WhatsUp Gold-Versionen Standard, Premium und Distributed v14.2 und höher integriert und ermöglicht die Überwachung der gesamten Infrastruktur und aller Anwendungen über eine zentralen Konsole.
- Es ist (basierend auf dem VMware vSphere Web Services-SDK) nativ in die VMware-API integriert, um VMware ESXi v3.5 und höher zu verwalten.
- Mit WhatsVirtual können Sie den Zustand, die Verfügbarkeit und die Leistung des VMware vCenter Servers, dem Herzstück Ihrer VMware-Investition, überwachen.
- NEU: Unterstützung von VMware vCenter, vMotion und High Availability
- Das Plug-in erkennt nahtlos alle physischen und virtuellen Ressourcen in Ihrer Umgebung.
- Die Leistung virtueller Server wird nahtlos zusammen mit Informationen zu Ihren physischen Servern angezeigt.
- Live-Migrationen virtueller Maschinen werden in Echtzeit nachverfolgt, und die Zuordnungen zwischen virtuellen und physischen Bereichen ist jederzeit nachvollziehbar.
- Das Plug-in gruppiert ESXi-Hosts und alle damit verbundenen virtuellen Maschinen automatisch und bildet diese zur einfachen Visualisierung von Zuordnungen ab.
- Alle bestehenden WhatsUp Gold Alert Center-Workflows und Schwellenwertkonfigurationsfunktionen zur Problemerkennung und -lösung in Ihrer Infrastruktur werden unterstützt.
WhatsVirtual – Reporting
- Virtual Host List-Report mit Details zu Name und IP-Adresse der VMware ESXi-Host-Maschine und aller damit verbundenen virtuellen Maschinen.
- Virtual Host Attributes-Report zur Anzeige aller Host-Server-Details sowie der auf dem Server ausgeführten Konfiguration (z. B. VMware ESXi inklusive Version) sowie Build-Nummer und Startzeit.
- Erweitert das Leistungs-Reporting zu einzelnen Servern einschließlich Kennzahlen zu CPU-, Arbeitsspeicher-, Festplatten- und Netzwerkschnittstellenauslastung auf virtuellen Maschinen
- Neue Workspace-Reports nach Ressourcen zeigen die Ressourcenzuordnung (z. B. CPU, Arbeitsspeicher, Festplatte, Netzwerkschnittstelle) und Auslastung durch den Host und verbundene Gastmaschinen.
WhatsVirtual – Managementaufgaben
- Unterstützt neue Vorgänge in VMware für zahlreiche Management-Aufgaben, darunter:
- Einschalten
- Ausschalten
- Vorübergehend deaktivieren
- Zurücksetzen
- Gast herunterfahren
- Gast zurücksetzen
- Snapshot erstellen (Backup des Images einer virtuellen Maschine)
- Neue WhatsUp Gold-Aktionsbibliothekelemente zur Unterstützung automatischer und geplanter Ausführung von VMware-Managementaufgaben
Weitere Informationen
- Der technische Support von WhatsUp Gold steht Ihnen auch für WhatsVirtual per Telefon oder E-Mail zur Verfügung.
Was bedeutet „Virtualisierung“?
Virtualisierung ist die Abstrahierung von Rechnerressourcen von ihrer physischen Kapazität. Die Servervirtualisierung ermöglicht, eine oder mehrere „virtuelle Maschinen“ (gewöhnlich „Gastsysteme“ genannt) auf einem einzigen physischen Server (dem „Host“) auszuführen. Eine virtuelle Maschine („VM“) ist eine Softwareimplementierung des Servers, die sich genau wie ein „echter“ Server verhält.
Wie funktioniert Virtualisierung?
Jede virtuelle Maschine („VM“) funktioniert wie ein unabhängiger Server und verfügt über ihr eigenes Gastbetriebssystem (beispielsweise Windows oder Linux). Zum Ausführen von Betriebssystem und Anwendungen werden ihr bestimmte Mengen an CPU, Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher und Netzwerkressourcen zugeteilt. Die einzelnen VMs sind voneinander isoliert, sodass im Fall eines Absturzes einer VM die anderen, auf einem bestimmten Host-Server ausgeführten VMs davon nicht beeinträchtigt werden.
Die VMs und deren Gastbetriebssysteme werden auf einer spezialisierten Software, dem „Hypervisor“ oder dem VMM (Virtual Machine Monitor) ausgeführt. Der Hypervisor fungiert als Zwischenschicht zwischen den VMs und der physischen Hardware. Er sorgt dafür, Aufrufe der Hardware durch die Gastbetriebssysteme der VMs abzufangen und diese so zu verwalten, dass alle VMs unabhängig voneinander mit den ihnen zugeordneten Hardwareressourcen ausgeführt werden. Der Hypervisor liefert die virtualisierte Abstraktion von der physischen Hardware, einschließlich CPU, Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher und Netzwerk-E/A-Ressourcen sowie Zugriff auf alle erforderlichen Systemtreiber.
Warum funktioniert SNMP-Monitoring nicht in virtualisierten Umgebungen?
SNMP wurde ursprünglich entwickelt, um Hardwaregeräte mit einer gut definierten MIB-Struktur und fest definierten Ressourcenkapazitäten zu verwalten. In einem virtualisierten System können Kapazitäten dynamisch verringert oder erweitert und ganze VMs können gestartet und gestoppt werden oder von einer Hardware auf eine andere migrieren. Dabei bleibt ihr Systemstatus erhalten. Für eine solche dynamische Umgebung ist die starre MIB- und OID-Struktur von SNMP nicht geeignet.
Außerdem behindert der Einsatz einer Hypervisor-Zwischenschicht die Einsicht in die tatsächliche Ressourcennutzung der VMs. Beispielsweise kann den VMs durch die VMware-Funktionen zur Speichermehrfachvergabe oder transparenten gemeinsamen Nutzung von Arbeitsspeicherseiten mehr Arbeitsspeicher zugeordnet werden, als physisch vorhanden ist. Daher führt das SNMP-basierte Reporting – ob mit oder ohne Agenten – zu falschen Ergebnissen über Ressourcenleistungsdaten und wird nur begrenzt oder gar nicht mit Management-Informationen von Virtualisierungsanbietern unterstützt. VMware hat sogar in seinen ESXi-Systemen der nächsten Generation die SNMP-basierte Datenausgabe ganz eingestellt. Das Monitoring von ESX-Servern mit SNMP weist weitere Komplikationen auf und macht eine detaillierte Konfiguration erforderlich, da selbst die eingeschränkten SNMP-Informationen nicht über den Standard-SNMP-Port gesendet werden.
Welche Virtualisierungsplattformen werden gegenwärtig von WhatsVirtual unterstützt?
Zurzeit unterstützt WhatsVirtual die Virtualisierungs-Host-Systeme der Versionen VMware ESXi 3.5 und höher. Diese sind kostenlos bei VMware erhältlich (ESXi kann beispielsweise kostenlos heruntergeladen werden) oder können als Teil der vSphere-Lösung erworben werden, welche robuste Funktionen für das Provisioning und die Wartung der virtuellen Serverinfrastruktur bietet.
Zukünftige Versionen von WhatsVirtual werden mit weiteren Systemen zusätzlicher Anbieter kompatibel sein und eine heterogene Unterstützung der virtuellen Infrastruktur bieten.
Welche Version von WhatsUp Gold benötige ich, um WhatsVirtual verwenden zu können?
WhatsVirtual ist ein separat lizenziertes Plug-in und steht allen Kunden als Testversion oder zum Erwerb zur Verfügung. Das Plug-in erfordert ein bestehendes WhatsUp Gold-Produkt der Version 14.2 oder höher als Basissystem.